Tag des Judentums



Wien 12.1.2021, 18:30 Uhr
Tag des Lernens findet online statt. Livestream hier…
Meeting ID: 896 0149 0692
Passcode: Bund

Linz 14.1.2021, 19:00 Uhr
TAG DES JUDENTUMS: WARUM IMMER WIEDER "DIE JUDEN"?   

Wien 14.1.2021, 19:00 Uhr
Tag des Gedenkens ist auf 18. März 2021 verschoben.

St. Pölten 14.01.2021, 19:00 Uhr
Abend zum Tag des Judentums, St. Hippolyt
ONLINE Vortrag: Das Jugenddialogprojekt Likrat

Wien 15.1.2021, 16:00 Uhr
Vortrag - 600 Jahre Vertreibung der Juden aus Wien (Gesera 1421) ONLINE - Papier, Pergament und Steine, Materielle Zeugen des jüdischen Mittelalters in Österreich. Vortrag von Martha Keil. Theologische Kurse.

Wien 17.1.2021, 18:00 Uhr
Tag des Feierns, Anglikanische Kirche, ÖRKÖ Ökumenischer Gottesdienst zum Tag des Judentums. Livestream hier…
Meeting ID: 808 226 2476

Der Herr spricht: „Seht, hier ist mein Diener, zu dem ich stehe. Ihn habe ich auserwählt, und ich freue mich über ihn. Ich habe ihm meinen Geist gegeben, und er wird den Völkern mein Recht verkünden.“ Jesaja 42,1
Predigt SI Thomas Hennefeld
Mit Rev'd Canon Patrick Curran, Darius  Schutzki, Bischof Andrej, Bischof Tiran.
Pandemiebedingt ist die Zahl begrenzt und es wurden nur Akteure eingeladen, die im 3. Bezirk beheimatet sind wegen der Fokussierung auf die Wiener Gesera (12.3.1421/2021), deren „Abschluss“ die Verbrennung von 200 Juden auf der Gänseweide, jetziger 3. Bezirk, Pfarre von BV Schutzki, war.

Graz 17.1.2021, 19:00 Uhr
ÖKUMENISCHER GOTTESDIENST am TAG DES JUDENTUMS
aus der Evangelischen Heilandskirche in Graz nur Online…

Predigt: Dr. Michael Bünker


Innsbruck 18.1.2021, 20:00 Uhr
ONLINE Tag des Judentums Bedeutung der Tora für Juden und Christgläubige Podiumsdiskussion.
mit
Magdalena Modler-El Abdaoui, Moderation
Olivier Dantine, Superintendent der Evangelischen Kirche A.B. für Tirol und Vorarlberg
Anna Kraml (Religionslehrerin/Innsbruck; Doktorandin in alttestamentlicher Bibelwissenschaft bei Georg Fischer)
Jaron Engelmayer, Oberrabbiner (Wien)






Dialog_DuSiach_Kurzfassung






Plakat
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Seit über 20 Jahren begehen die Kirchen Österreichs jeweils am 17. Jänner den "Tag des Judentums". Als Gedenktag im Kirchenjahr führte der Ökumenische Rat der Kirchen in Österreich (ÖRKÖ) diesen Tag ein. Christinnen und Christen sollen ihrer Wurzeln im Judentum und ihrer Weggemeinschaft mit dem Judentum bewusstwerden. Zugleich lädt dieser Tag ein, an jüdischen Menschen und ihrem Glauben begangenen Unrechts in der Geschichte zu gedenken. Wie sehr sich der "Tag des Judentums" in diesen Jahren etabliert hat, zeigen die vielfältigen Veranstaltungen und Gottesdienste in Österreich. Was mit "Gedenktag" begonnen hat, wurde um einen "Lerntag" erweitert, um einen "Tag des Lernens vom Judentum". Das hat vielfältige Formen und findet an unterschiedlichen Orten statt.

Entscheidend dabei ist, nicht über das Judentum zu lernen, sondern vom Judentum und besonders mit Jüdinnen und Juden.

An Schulen und Jugendzentren werden jüdische Jugendliche eingeladen, um über ihre Religion mit Gleichaltrigen ins Gespräch zu kommen. Unterstützung finden solche Initiativen bei LIKRAT, dem Dialogprojekt mit Jugendlichen der Jüdischen Gemeinde.

In den Sonntagsgottesdiensten der Kirchen werden für die Homilie zu den Lesungen aus dem Alten/Ersten Testament jüdische Schriftauslegungen herangezogen, weil die Christen "viel von der jüdischen Exegese lernen" können, wie der damalige Präfekt der Glaubenskongregation, Josef Ratzinger, betonte.

Das Katholische Bibelwerk und die Österreichische Bibelgesellschaft laden einen international führenden Rabbiner zu einem Vortrag über jüdische Schriftauslegung ein und die Jüdische Gemeinde stellt dafür ihr Gemeindezentrum zur Verfügung. Entscheidend dabei ist, nicht über das Judentum zu lernen, sondern vom Judentum und besonders mit mit Jüdinnen und Juden.

Der Wunsch von Dechant Ferenc Simon, Diözesanbeauftragter für jüdisch-christliche Zusammenarbeit in der Erzdiözese Wien, nach einem "Sonntag des Judentums" hat eine innere Logik, wie er treffend sagt: "Wir hätten dann zwei thematische Sonntage, die wie eine Klammer die ‚Gebetswoche für die Einheit der Christen‘ rahmen würden. Den 'Sonntag des Judentums' am Beginn und den 'Sonntag des Wortes Gottes' am Ende der Gebetswoche."

2021 ist der 17. Jänner ein Sonntag. Dann wird aus dem "Tag des Judentums" ein "Sonntag des Judentums" und alle Kirchen können in ihren Sonntagsgottesdiensten dem Anliegen des "Tag des Judentums" entsprechen. Der Koordinierungsausschuss für christlich-jüdische Zusammenarbeit wird sie dabei unterstützen.

So würden die Kirchen auch ihrer Verantwortung im Kampf gegen Antisemitismus gerecht werden, einer Aufgabe, die erstmals im Regierungsprogramm 2020-2024 einen breiten Raum einnimmt. Zugleich wäre dies eine angemessene Antwort im Gedenken der "Wiener Gesera" und ihr blutiges Ende am 12. März 1421.

Dr. Martin Jäggle ist Präsident des Koordinierungsausschusses für jüdisch-christliche Zusammenarbeit.

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